Eigentlich ist er ja in Urlaub in MotoRoute Land: Manfred Wild aus dem Schwabenländle kann es aber einfach nicht lassen und verbaut ein Wilbers Fahrwerk in unseren "MotoRoute - Reisebomber" a la K 1100 LT aus dem Jahre 1992 mit derzeit rund 113000 km Laufleistung.
Da aufwändiger und mit mehr Arbeit verbunden, als der Einbau des Federbeines, beginnen wir mit den Gabelfedern. Auch hier entscheiden wir uns für progressive Federn aus dem Hause Wilbers.
Zu aller erst muss das Vorderrad und die Schutzbleche entfernt werden. Eine der ersten Arbeiten ist dann das Lösen der Verschlußstopfen der Gabelholme. Anschliessend werden die Gabelholme ausgebaut und sofort auf Schäden untersucht sowie ordentlich gereinigt.
Schon von jeher schwammig und viel zu weich - die Originalfedern.
Im Verlauf von rund 110TKM ist diese sicher auch nicht besser geworden. Hier entnimmt Manfred die alte Feder aus dem Gabelholm. Das alte - fast schwarze - Gabelöl wird entfernt.
Nachdem der Gabelholm gereinigt ist, wird das Gabelöl eingefüllt und das Luftpolster eingestellt. Im Falle der K 1100 LT sind das 160 mm.
Anschliessend werden die neuen Federn montiert und die Gabelholme wieder eingebaut. Hierbei ist auf den Überstand der Standrohre genau zu achten.
Die Gabel muss spannungsfrei zusammengebaut werden !
Unser Tipp: Die Feder steht unter Spannung - deshalb vorsicht beim Zerlegen ! Das Luftpolster kann je nach Einsatzzweck variiert werden.
Für den Einbau des Federbeines suchen wir uns ein Plätzchen im Freien - schliesslich ist hierbei kein Problem mit austretendem Öl zu erwarten.
Das Federbein von Wilbers mit einstellbarer Zug- und Druckstufe sollte unserer LT zu einem komplett neuen Fahrverhalten verhelfen. Aber dazu später mehr.
Nachdem das Motorrad ca. 2 cm höher gestellt wurde, um die Feder zu entlasten, wurde das anschliessend das alte Federbein ausgebaut. Hier im Bild passt Manfred den Ausgleichsbehälter und die Verstellung für die Hydraulische Federvorspannung an die Gegebenheiten des Rahmens an.
Fertig ! Federbein und Verstellmechanismen haben ihren endgültigen Platz gefunden.
Hier sind das Alte BMW Original Federbein und im Hintergrund die neuen Komponenten von Wilbers zu sehen.
Mit einem Zollstock wird der Zustand vom unbeladenen Motorrad gemessen und dann der Negativ-Federweg unter Beladung auf das Sollmaß eingestellt.
Nach gut einer Stunde Arbeit sitzt das neue Federbein samt Einstellung für Druck- und Zugstufe an seinem Platz.
Sichtlich zufrieden und gut gelaunt Manfred aus dem Schwabenländle.
Unser Tipp: Die Einstellung des Negativ-Federweges ist für die Funktion des Federbeines immens wichtig ! Sollwert sollte ca. 30 % des Gesamtfederweges sein.