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Wohin fahren die Massen an Bikern am Wochenende, die im Ruhrgebiet wohnen? Keine Ahnung, aber ich glaube, je nach Wohnort werden einige in die Eifel fahren und andere, so wie ich, ins Sauerland. Das Sauerland gehört zu den Mittelgebirgen in Deutschland und ist wahrhaftig nicht klein. Vom Biggesee bis zum Diemelstausee und von Hallenberg bis fast nach Dortmund. Damit ist das Sauerland die größte Ferienregion in Nordrhein-Westfalen. Der höchste Punkt ist nicht, wie viele meinen, der Kahle Asten mit 841m, sondern der Langenberg bei Willingen mit 843m. ![]() So nun genug der Vorstellung, wir sind ja hier zum Mopedfahren und nicht zum Quatschen. Wenn ich, nach einem langen Tag in der Bürostube, noch Lust auf ein paar Kilometerchen habe, dann bietet sich das Sauerland förmlich an. Eigentlich habe keine „richtige“ Hausstrek-ke, dazu wäre mir ein und die gleiche Strecke auf Dauer zu langweilig. Heute juckte es mal wieder in der Gashand und bei strahlendem Sonnenschein Anfang Februar saß ich gegen 14:00 Uhr auf meiner Maschine. Schnell ein paar Meter auf die Bahn, nur ein, zwei Abfahr-ten, dann gehören die Landstrassen mir. Als erstes kommt mir die Stadt Schwerte unter die Räder, direkt hinter der Abfahrt sind mehrere Tankstellen, die ideale Gelegenheit den Tank zu füllen. Jetzt reicht es aber mit Städten und großen Strassen. Links ab Richtung Langschede und schon wird es kurvig. Es sind zwar nur eine handvoll, aber die haben es in sich. Hinter Langschede fahre ich links auf die B515. So groß wie das Sauerland auch sein mag, einige Strassen wie die B515, B7 und B236 trifft man immer wieder. Gut zur Orientierung. Der Bundesstrasse folgend fahre ich an Menden vorbei und komme dann ins romantische Hönne-tal. Ein wunderschönes Sträßchen, ich bin hier schon so oft gewesen, aber ich finde es immer wieder schön hier. Rechts die Hönne in ihrem Bett friedlich vor sich hin plätschernd in der Sonne glitzernd und rechts bizarre Felsformationen, die irgendwie nicht so recht hierhin gehö-ren. Die Form und die Farbe erinnern mich an die Fränkische Schweiz. Wer Lust hat, sollte hier eine Pause einlegen und eine der vielen Tropfsteinhöhlen des Sauer-landes, die Reckenhöhle, besichtigen. In Balve-Binolen muss man sich entscheiden, links Richtung Eisborn oder weiter der B515 folgen. ![]() Wer sich für den direkten Weg entschließt, muss am Ende des Tales der Beschilde-rung Sorpesee folgen. Ich habe den Weg Richtung Eisborn gewählt. Eine wenig befahrene Strasse der Extraklasse, schöne Kurven bergauf mit einer kleinen Kehre beginnend. Schwups hat man ein paar Höhenmeter überwunden und hat den ersten Ausblick über die Höhenzüge des Sauerlandes. In dem Dörfchen Eisborn fahre ich rechts ab. Rechts und links gibt es je-weils ein Hotel mit einer Gartenterrasse, ein kleines Stück Kuchen und dampfender Kaffee tun mir jetzt bestimmt gut. Gut gestärkt fahre ich am Ende der Strasse in Grünbeck links und sofort wieder rechts auf Hövel zu. Hinter Enkhausen folge ich der Beschilderung Sorpesee. Noch zwei langgezogene Kurven, dann kann ich den Sorpesee sehen. Direkt am Ufer des Sees ist ein bekannter Bikertreff „Bei Stavross“. In den Sommermonaten treffen sich hier so viele Biker, dass die Parkplätze oft nicht ausreichen. Bei einer Tasse Kaffee, einer Portion Gyros oder einem leckere Eis plaudert man hier gerne „Benzin“. Folgt man der Strasse weiter, geht es rechts nach Langscheid ab. An einer der wenigen Kliniken für Multiple Sklerose-Erkrankte in Deutschland vorbei biege ich am Ende der Strasse nach links ab. Dem kurvenreichen Verlauf der Strasse folgend komme ich in ein Waldgebiet, auch hier wie überall im Sauerland hat der Sturm „Kyrill“ ordentlich gewütet. Bäume mit einer Stärke von mehr als 1,50 m hat der Wind einfach abgebrochen, Bäume deren Wurzeln größer als 3 m im Durchmesser sind, sind einfach wie Streichhölzer umgeknickt. Welch ein Verlust für diese wunderschöne Gegend. Die beiden Serpentinen nach Beckum sind ein Gedicht. An der T-Kreuzung fahre ich nach rechts wieder Richtung Hövel. Hier kreuze ich meinen Hinweg. ![]() Nun folge ich der Beschilde-rung nach Ainkhausen. Durch das Dorf Asbeck folge ich der Strasse, bis ich wieder ins Hön-netal komme. Rechts ein Stück dem Hinweg entgegen. Ein paar Meter hinter Ober-Rödinghausen geht rechts die alte Hönnetalstrasse Richtung Lendringsen ab. Ein kleines verträumtes Dorf, in dem die Zeit einfach stehen geblieben zu sein scheint. Nun fahre ich wieder auf die alt bekannte B7 Richtung Iserlohn-Sümmern. An der nächsten Ampelkreuzung geht es kurz nach rechts uns schwupp wieder nach links Richtung Kalthof. Eine Höhenstrasse mit einer tollen Aussicht über die Täler dieser Region. Wenn es nicht mehr weiter geht, rechts ab auf „Den Schälk“, eine der Strassen, wie es sie in jeder Region gibt, eigentlich eine super Strecke, landschaftlich nur schön und eine Kurve nach der anderen, Asphalt vom Feinsten, aber an den beiden Enden der Strecke wartet immer ein Einheimischer mit seinem Joghurtbe-cher, der sofort an Deinem Hinterreifen klebt, um Dir dann spektakulär, knieschleifend seinen Auspuff zu zeigen. In Schwerte-Ergste überquere ich noch ein letztes Mal die Ruhr, wo ich das Sauerland verlasse und das Ruhrgebiet beginnt. Nach ein paar weiteren Metern und schon bin ich wieder an der BAB1 wo meine Tour begann. Der Tourismusverein „Sauerland“ hat in Zusammenarbeit mit der Polizei ein klasse Roadbook extra für uns Biker herausgegeben. Das Buch wird kostenlos versendet und beinhaltet sechs Touren durchs Sauerland. Tourprofil: 100 KM, leichte Strecke, ohne Pausen ca. 2 Stunden Fahrspaß. Lecker Kuchen hinter dem Bikertreff am Sorpesee im „Seegarten“ oder an der Schälkstrasse im Restaurante „Hiddemann im Spiek". ![]() Weitere Infos: Sorpesee: http://www.sorpesee.de Sauerländer Tourismusverein: http://sauerland.com Roadbook für nette Motorradfahrer: http://www.roadbook.de |
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