Korsika. Hauptsächlich bekannt als die Heimat Napoleons. Überall und in jeder Stadt ist sein Denkmal zu finden. Fast überall gibt es Häuser, in welchen Napoleon einst zu Gast war. Aber Korsika ist mehr, viel mehr, als eine kleine Insel Frankreichs. Abgelegene und allerkleinste Strassen, keinerlei Verkehr und eine unbeschreibliche Freundlichkeit der Landbevölkerung wurden zu unserem Korsika des Spätherbstes 2008 |
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Nach einem heftigen Landregen sind die vielen kleinen und oft unbefestigten Strässchen oft verschmutzt oder vom herunter gewaschenen Sand völligüberspült - oder wie hier, ein Nebenweg gänzlich aufgelöst. An solchen Tagen sollte man mit einem "normalen" Motorrad solcheWege meiden.
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| Etwas südlich von Porticcio findet sich ein kleiner Strand mit diesen zerklüfteten Gesteinsformationen. Wir sind drei Mal dort hin gefahren und haben uns stundenlang diese von Wind und Wasser zerzausten Felsen gegönnt. |
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| Es gibt auf Korsika soviel kleine, ländliche Strassen, dass es nicht nötig ist, auch noch am Strand herum zu fahren. Schlimm genug, dass auf Korsika praktisch aller Müll in die Landschaft entsorgt wird, so müssen wir Touristen nicht auch noch den Strand befahren, der gerade in der ruhigen Jahreszeit Erholung braucht. Dieses Bild entstand an einer Stelle, wo der Weg direkt an den Sandstrand verläuft und der Sand hochgespült wurde. |
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| Wer Korsika kennenlernen möchte, verlässt die Küstenbereiche und fährt ins Inselinnere. Mit jedem Meter Steigung werden die Strassen kleiner, die Menschen freundlicher und die Landschaft spannender... |
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| ...und immer wieder zeigt sich das Meer zwischen den Kiefern. Es gab Momente, da wünschte ich mir ein paar Meter ohne Kurve - nur um mich auf die herrlichen Ausblicke konzentrieren zu können. |
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| Langsam schrauben sich die Strassen in die Höhe. Bereits ab rund 500 Metern über dem Meer kann es windig und frisch werden. Doch die grünste Insel im Mittelmeer schützt mit viel Wald vor dem Wind. Der höchste von uns befahrene Pass - mit 1311 Metern - zeigte sich uns dann auch schon mit Temperaturen um 3°. |
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| Weitaus angenehmer die Temperaturen unterhalb dieser 500 bis 600 Meter Grenze. Das Lauf wird saftiger und es scheint oft frühlingshaft mild. Eine Kaffeepause an der Küste ist oft im T-Shirt möglich. |
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| Auf über 500 Metern der Trinkwassespeicher - Lago di Tonno. Eine imposante Staumauer ist begehbar und man kann die die tiefe Schlucht von dort aus hervorragend einsehen. |
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Die Hauptstadt Korsikas. Ajaccio ist weder schön noch in irgendweiner Form typisch korsich. Die Aussenbezirke wirken ärmlich und schmutzig. Es finden sich rundherum diverse Müllhalden und wilde Müllkippen. Hochhäuser erinnern an die ehemalige DDR und defekte, alte Autos bleiben stehen, wo sie ihr Ende fanden. Zeugnis diverser Brände sind dann auch die Wracks ausgebrannter Autos allüberall.
Der Hafen Ajaccios besticht durch die vielen aktiven Fischer mit ihren Booten und, wie hier, mit gelegentlichen Highligts - wie hier dem Segler Concordia mit herkunftsland Polen. |
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| Absolutes Muss eines Besuches der französichen Insel im italienischen Meer ist Bonifacio. Diese alte Seefahrersiedlung braucht einige Stunden Pause, denn nicht nur die Innenstadt und die Steilküste sollten in Ruhe genossen werden. |
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| Sicherer Schutz vor Angreifern bot die steile Küste auf drei Seiten. |
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| Die Ruine einer Befestigungsanlage am Col de Vizzafona. Ihre Besichtigung erfordert ein bischen Kondition, denn der Weg vom Parkplatz hoch ist steil und steinig. |
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| Hier oben ist der Herbst deutlich zu sehen und zu spüren.... |
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| ...und nur wenige Meter abwärts wird es wieder angenehm. Agaven, Kakteen (neudeutsch: Kaktusse) und eine vielzahl spriessender Büsche und Bäume sind eine Wohltat nach der windigen Frische auf dem Pass. |
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| Ein weiteres "Muss" Korsikas ist Fillitosa. Diese, vom Eigentümer des Grundstückes entdeckten prähistorischen Siedlung, zeigt die Geschichte der vergangenen 8000 Jahre. Bereits 6000 Jahre vor Christus siedelten hier die ersten Menschen und seither wurden deren Wohnhöhlen immer weiter ausgebaut, umgebaut und verbessert. Kaum sonst sieht man die Entwicklung der Steinbearbeitung so eindrucksvoll, wie hier in Fillitos. Aber Achtung: Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb. Parkplätze für ganze Scharen von Bussen zeugen von vielerlei Tourismus. Wogegen wir dann doch über zwei Stunden lang die einzigen Besucher dieser Anlage waren. |
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| Eine stärkende Pause in der Hauptstadt schenkte uns dann diese Bilder. Ein plötzlicher Gewitterregen leerte sich über Ajaccio, während wir unter einer Markise geschützt unseren Kaffee genossen. Scheinbar nichts Ungewöhnliches, denn plötzlich hatten viele Städter modische Gummistiefel an oder einen Regenschirm dabei. Wie gut der Verkehr dann ohne Einschränkung weiter rollte, kann man sich hierzuland in Deutschland kaum vorstellen. |
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| Eine der Hauptstadt vorgelagerte Inselgruppe, die Isles Sanguinaira lohnen ebenfalls einen Spaziergang. Gehfaul sollte man auf Korsika sowieso nicht sein. Vieles, viel zu Vieles gibt es zu sehen und meist lohnt sich der Fussmarsch. |
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| Im Landesinneren werden wir immer wieder von vielerlei Tieren überrascht. Da ist eine Schafherde keine Seltenheit. Wesentlich beieindruckender und mit vorsicht zu geniessen, sind die wilden Schweine in den Wäldern. Keine Wildschweine, wie wir sie kennen, sondern Hausschweine, welche die Flucht aus der Gefangenschaft ergriffen und nun seit Generationen in den fruchtbaren Wäldern leben. Die gute und ausreichende Nahrung, das milde Klima und ein unbändiger Vermehrungsdrang sorgten dafür, daß wir mehr Jäger am Strassenrand gesehen haben, als Verkehrsschilder. |
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| Und ein weiteres Muss für jeden Besucher sind die Schluchten im Landesinneren im südlichen Teil. Einen Wegpunkt oder einen Track schicken wir Euch gerne. Dabei bitte beachten, daß der Tank voll ist. Es gibt Regionen, da ist eine Tankstelle reinste Mangelware. Oft genug haben wir uns gewundert, wie sich die Bevölkerung hier oben in den abgelegenen Bergwäldern versorgt. Einkaufsmöglichkeiten, Cafes, Restaurants oder Tankstellen gibt es über weite Strecken gar nicht. |
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Reichlich schweinischer Nachwuchs entweder mitten auf der Strasse, wo das Futter in Form von Esskastanien reichlich herumliegt oder innerhalb von Ortschaften, wo mangels Verkehrgar kein Stall nötig ist.
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| Im Bild eine der vielen gut ausgebauten und wenig befahrenen Strassen. Über lange Etappen hatten wir solche Strassen für uns alleine. Doch Achtung, wenn ein Korse kommt, dann kommt er schnell daher ! Bitte rechts fahren !!! |
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| Ausgewilderte Rinder in kleinen Gruppen zu zwei oder mehr Tieren sind nicht ungefährlich. Ebenfalls mitten auf den Strassen gehen sie ihrem Tagesablauf nach und lassen sich oft nur ungerne stören. Nur durch kräftiges Hupe und Gasgeben |
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| Nach Überquerung des Col de Sorba mit 1311 Metern war die anschliessende Rast in einem Berggasthof eine Wohltat. Ein Kaffee und ein Panini brachten verbrauchte Grade sofort zurück.... |
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| Wer romantische Landschaft und verträumte, kleine Häfen mag, der kommt an Saint Florent im Norden der Insen nicht vorbei. Im Stile der mondänen Küstenorte Südfrankreichs, jedoch viel verträumter und voller Liebreiz begrüsste und dieser Ort..... |
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| ...dann mit einem gigantischen Himmel, aufkommendem Sturm und zu guter letzt mit einem hervorragenden Kaffee an der Uferpromenade. |
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Die Überfahrt von Korsika zurück aufs Festland nach Livorno dauert gerade einmal 4 Stunden. Bei ruhigem Wetter wunderschön. Wir haben diese Überfahrt bei ziemlich böigem Wind erlebt und waren froh, dann endlich wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.
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| Weitere Tage verbrachten wir anschliessend in der Toscana. Von Volterra aus starteten wir unsere Touren in die herbstliche Farbenpracht des Landes aus Wein und Oliven. Einige Bilder dazu unter Italien > Herbst 2008 in der Toscana |
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