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Die kalte Tour im Hinterland vom Gardasee

Ein Bericht über Gänsehaut-Feeling von BRITT

Es gibt so Tage,
an denen wird man schon recht früh wach und denkt,
irgendwie ist heute alles anders!?! 


 

 

 

 

 

So ging es mir
im Mai 2007 am Gardasee.
Die Engel über´m Bett
wachten immer noch
über Gerd´s Schlaf,
da zog es mich schon raus… 


Ich schaute über den See und fühlte, heute zieht es uns nach ganz weit oben.
Ich sah das Lichtspiel da draußen –
wie die Sonnenstrahlen auf den See niedergingen und bekam eine Gänsehaut.



Eben dieses Gefühl hielt sich noch den ganzen Tag bei mir – dazu später mehr.
Nach dem Frühstück ging´s dann los –
einfach mal so, ohne vorab abzusprechen wohin.
Gerd fuhr erst in Richtung Idrosee hinauf und
ich schaute mir, hinter ihm auf der GS sitzend, einfach nur stumm die Landschaft an.



Mir war heute nicht
nach viel reden und
ließ ihn
einfach mal machen.


Es ging vorbei
an alten Mauern,
wir schlängelten
uns die Hänge hinauf




- immer weiter weg vom warmen Seeufer
mit immerhin schon 27° an diesem Vormittag,
den Blick die ganze Zeit
wie magisch nach oben gerichtet.

Als ob Gerd das gespürt hätte –
er lenkte die Maschine über die Baumgrenze und ziemlich kalte Regionen.
Gerade mal 7° hatte es.



 

 

 

 

 

Zum Aufwärmen
ein kurze Rast noch und
einen heißen Kaffee,



da zeigte er auch schon in die Richtung, aus der eisig der Wind herüber kam.
„Da hin…“ ich hatte es befürchtet! „Über den Crocedomini rüber!“ 



An diesem Punkt standen wir schon einmal.
Doch damals hatte ich gestreikt!

Die Strasse (eine pure Übertreibung) ist nicht asphaltiert und nirgends befestigt!
An diesem Tag allerdings zog es mich ebenfalls dort rüber.




Hmm – na denn…
Rauf auf die Kuh und
ab dafür.

Der Ausblick war genial!


Rauh, schroff und
so ganz anders als
unten am See entlang.


Weit und breit
keine Menschenseele.
Wenn,
dann kreuzte
höchstens mal
eine verfrorene Echse
unseren Weg.



 

 

 

 

 

Die Schlaglöcher
hatten es in sich.
Gerd fuhr
recht vorsichtig,
schließlich ging es
auf einer Seite
immer ganz schön
steil nach unten –


manchmal sogar an beiden Seiten.
Da wurde der Weg über den Grad mal eben mit irgendwelchen Holzbalken „befestigt“.



Wie aus einem Phantasiefilm stand plötzlich in weiter Ferne so was wie ´ne Funkstation vor uns.
Sah echt krass aus – so mit den Wolken und der Stimmung an diesem Tag.
Da war sie wieder: Die Gänsehaut…



Irgendwann hörte dann der Schotter auf und
eine einigermaßen gut asphaltieret Strasse lag wieder vor uns.
Sogar Gerd war es, trotz der Fahrerei, mittlerweile recht kalt.




Wir machten uns
auf den Weg nach unten und
freuten uns schon
auf eine lecker warme Mahlzeit.

Der Gardasee war wie aufgewühlt.
Warm und Kalt kämpften regelrecht miteinander.
Das spürte man – es lag was in der Luft.
Auf dem Weg zum Hotel ´Se zurück nach Limone trauten wer unseren Augen nicht –
das mit dem Phantasiefilm hatten wir doch schon mal an diesem Tag.
Genau über Malcesine auf der anderen Seite des Sees
spannte sich ein herrlicher Regenbogen… Der Ort dort drüben lag voll in der Sonne!



Da – die Gänsehaut – sie ist wieder da!
Auch jetzt beim schreiben steht mir die Pelle schon wieder.

Zum Glück
gab´ es im Hotel
dann eine heiße Suppe
und noch
ein paar andere Leckereien,
die wir stumm,
mit Blick auf den
wirren See genossen haben…


Das war echt der merkwürdigste Tag seit ganz langer Zeit… und irgendwie kalt!