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Kleine Frühjahrstour durchs Bergische Land

Bild und Text von Brigitte Derigs


Über die A4 angereist,
die Abfahrt Overath nehmen und hinein das Naturschauspiel „Bergisches Land“.

Die Vorfreude wächst!
Die gemütliche Frühjahrstour durchs Bergische Land von ca. 100 km kann beginnen!

Schwungvolle Kurvenetappen wechseln sich mit ein paar interessanten Sightseeing-Vorschlägen ab.
Ein absolutes Highlight für jeden Kurventänzer ist die Strecke zwischen Much und Ruppichteroth!

…aber soweit sind wir ja noch nicht.

Erst mal nach der Anreise in Overath kurz verschnaufen und
vielleicht die aus dem 12. Jahrhundert stammende Basilika St. Walburga besichtigen.
Oder den Spuren der Steinzeitmenschen folgen.
Angeblich querten schon in grauer Vorzeit Jäger und Sammler hier die Agger.

An heißen Tagen planschen heute noch
die Nachfahren der Neandis hier im Wasser
– ein Riesenspaß für Jung und Alt!
Beim langsamen Überqueren
der neuzeitlichen Brücke
gut zu beobachten und
verleitet glatt zum mitmachen


Doch von dieser Brücke aus startet nun die Bergische-Land-Tour in Richtung Much.

Ha – die ersten Kurven machen schon richtig Laune!


Wie im Walzertakt
schwenkt man hinauf bis zum ersten Kreisel,
um dann weiter in
etwas großzügigeren Radien auf Much und
den malerischen Fachwerkhäusern anzusteuern.

Auf dem mit Kopfstein gepflasterten Kirchplatz kann man herrlich draußen sitzen und
eventuell schon den ersten Kaffee oder das erste Eis genießen.


Von Much aus geht´s dann weiter in Richtung Neunkirchen.
Nicht nur die Asphaltschleifen, auch die Landschaft ist hier echt klasse.
Eine regelrechte Kurven- und Serpentinenorgie durch den von der Sonne durchfluteten Wald folgt.

Nach Neunkirchen taucht man ein
in das romantische Brölbachtal.
In eleganten Bögen führt die Tour
nun über Ruppichteroh wieder auf Much zu.


Wer eben den Kaffee verpasst hat… kein Problem!
In Hambuchen lädt ein nettes kleines Bistro mit Außengastronomie zum Verweilen ein.
Also nicht nur rasen, sondern Augen auf –
denn dieses Bistro (ehemals einen Dorfschule) „Na SoWas“
liegt etwas von der Strasse zurückversetzt.

Uuuups - doch vorbeigerauscht?
Die nächste Möglichkeit auf ´nen (kostenlosen) Kaffee und einem Service der besonderen Art,
gibt es ein paar Schwenker weiter in Retscheroth bei „Gerd Wirz Motorradzubehör“.
Wer schon mal auf der www.gerdwirz.de war, der weiß,
dass hier der Spezialist für Motorradkommunikation, Navigation und
anderem Motorradzubehör-SchnickSchnack sein Unwesen treibt!

 


Gerd Wirz ist schon seit 1993 der Name für die exklusiven BAEHR-Produkte.
Das Sortiment wurde von seiner Partnerin Brigitte Derigs in den letzten Jahren ordentlich erweitert.
Nun sind auch Helme von Schuberth und Shoei sowie Navigationsgeräte von Garmin,
Bekleidung von Jofama, Halvarssons und Lindstrands im Angebot…
Neugierig geworden? 


Anhalten kostet ja nix…
vielleicht sind die 2
in der Werkstatt und die Kaffeemaschine an?
Also nix wie rein in die gute Stube!

Von „Gerd Wirz Motorradzubehör“ aus folgen nun die allerbesten Kurvenkombinationen!
ACHTUNG: Suchtgefahr!
Das Teilstück bis nach Much hat es in sich und kann recht anstrengend werden.
AUFGEPASST: Die Straße ist oft etwas rutschig!

In Much den Schildern
Olpe/Gummersbach folgen und
ab da dann beschwingt durch
die Bergische Hügellandschaft
vorbei an schönen Fachwerkhäusern
pendeln.


Bald öffnet sich der Blick und grandiose Ausblicke auf das Bergische Land tun sich auf.
Besonders im taufrischen Frühjahr oder im laubbunten Herbst ist dies eine wahre Pracht.


Kurz innehalten ist empfehlenswert,
denn nun folgt eine, wenn auch nur kurze, aber sehr anspruchsvolle Abfahrt in Richtung Engelskirchen.

Ein ganz anderes Blickfeld tut sich in Engelskirchen selbst auf: Alte Industrie im neuen Gewand.
Anstatt hier das ehemalige Fabrikgelände brach liegen zu lassen,
sind hier tolle Wohnungen und nette Lokale entstanden.




Einfach mal durchfahren oder gehen und die verwunschenen Ecken einer alten Industrie entdecken!
Natürlich gibt es hier auch noch andere Dinge zu entdecken!




Einfach mal abseits der Strasse schauen
– es lohnt sich!



Gleich an der Strasse
träumt ein alter Bahnhof vor sich hin.
Hat auch was...

Von dort aus kann fahrtechnisch entspannt werden.
Das Stück bis nach Overath zurück ist nicht anstrengend – eher schon etwas langweilig…
Zwischendrin allerdings liegt das hübsche Schloss Ehreshoven.

 



Wer mag, kann dort einwenig am Wasser entlang spazieren und sich die Knochen schütteln. 


UND… wenn das Tor offen ist,
mal in den Schlossgarten schauen.

Gerade im Frühjahr
ist das die reinste Augenweide!
Tausende von Magnolienblüten
geben dem Anwesen einfach etwas Märchenhaftes.

Wunderschön!

Noch ganz berauscht von der Blütenpracht führt der Weg wiederum an alten Industriebauten
weiter über Overath bis hin zu Wasserschlösschen Auel

 …und
wer möchte auch bis nach Siegburg hinein
– vielleicht ein wenig spazieren gehen
und sich das Städtchen oder
die Abtei anschauen…


Muss aber nicht.

Mann kann auch gleich in Richtung Lohmar bzw. Waldbröl/Neunkirchen und
auf den Wahnbachstausee anhalten.




Da warten die Kurven schon :-)

Aber aufgepasst – nicht, dass man vor lauter Kurven den Überblick verliert!

 



Eigentlich sollte es nun noch auf Rösrath, durch die „Wahner Heide“ in Richtung Bensberg angehen.
Wer sich eben in Siegburg die Füße nicht vertreten hat, kann dies hier locker nachholen.
Durch die kleine und historische Altstadt, dem „Malerwinkel“ bummeln oder
vielleicht hier das vom Kurfürsten Wilhelm um 1703 erbaute Jagdschloss „Neue Schloss“ besichtigen.
Die alten Mauern zeugen jedenfalls von einer sehr wechselvollen Geschichte.
Preußen, Österreicher und Franzosen nutzten das Schloss u.a. auch als Lazarett –
bis irgendwann auch die Nazis davon Besitz ergriffen und es als Erziehungsanstalt missbrauchten.
Zum Glück übernahm dann 1992 das Land NRW das Schloss.
Es wurde ordentlich viel Geld und unendlich viel Geduld investiert,
damit es jetzt wieder zu einem kleinen Schmuckstück in der Bergischen Region wurde.

Nun endlich neigt sich diese Tour dem Ende.
Über Hügel und weit ausschwingenden Kurven geht es zurück in Richtung Overath,
um von dort aus dann den Heimweg anzutreten.

Allerdings –
dies war nicht die letzte Tour durch das so abwechslungsreiche Bergische Land.
Wie wär´s mal mit einer Burgen- und Schlösser-Tour?
Davon demnächst mehr…!


Bis dahin allzeit viel Spaß
beim Touren und Prost!

Die Kölsch BRITT