Ligurien im Spätherbst
Bilder und Text: Christl & Sam Oht
1 Woche, 3 Jahreszeiten, 5 Länder...
...oder ähnlich müsste diese Tour wohl heißen. Obwohl wirklich in einer Woche nur in Ligurien, genauer zwischen Genua und La Spezia, passiert. Drei Jahreszeiten, weil wir am Meer Frühling hatten, auf 400 Metern über dem Meer Herbst und oben auf den Gipfeln der Berge lag Schnee. Fünf Länder, nun unsere Tour ging natürlich auch zu den Cinque Terre, Five Lands, fünf Ländern, wie im Folgenden zu lesen ist.
Ende November mitten in Deutschland. Es liegt Schnee auf den Strassen und die Temperaturen bewegen sich bereits fühlbar im Minusbereich. Viel werden sich an diese Woche erinnern als im Münsterland der Verkehr für eine ganze Nacht zum Erliegen kam, weil ein Stromkabel auf die Autobahn zu stürzen drohte und während der Reparatur unzählige Haushalte keinen Strom und damit keine Heizung hatten.
Verständlich wohl die Reaktionen unser Freunde, als wir ihnen mitteilten, dass wir noch einige Tage mit dem Motorrad weg wollten. Von „ganz schön crazy“ bis hin „ihr spinnt doch“ über „beneidenswert“ bekamen wir auch jede Menge gutgemeinte Ratschläge und Aufmunterungen.
Verständlich wohl gerade deshalb, weil wir nicht mit dem Flieger auf eine Ferieninsel wollten, sondern unser Ziel irgendwo auf dem in einem Tag erreichbaren europäischen Festland lag.
Um bei diesen Strassenverhältnissen die Anfahrt bis hinter die Alpen und Dolomiten nicht mit dem Motorrad machen zu müssen, schliesslich sind wir schon relativ uncoole midoldies und nicht abgehärtet durch diverse Wintertreffen am Nürburgring oder im Bayrischen Wald, blieb uns nur ein Auto. Ein Auto, in dessen Laderaum zwei Motorräder passen.
Dieses Fahrzeug fanden wir in Form eines Ford Transits bei einem guten Freund, der uns diesen dann auch für unsere Urlaubswoche zur Verfügung stellte. Glücklicherweise war eine Alurampe mit im Lieferumfang des Kleintransporters und so konnten wir Christas F 650 GS und meine kleine R 100 GS ziemlich problemlos einladen.
Mitten in der Nacht wurde ich dann sanft, jedoch unerbittlich von Christa geweckt. Drei Uhr, wie befohlen, war die klare Ansage zum Aufstehen. Punkt vier Uhr sassen wir im fertig gepackten Transporter und, wie sollte es anders sein, es fing schon wieder an zu schneien. Die Reise in den Süden verzögerte sich auf Grund des Wetters erheblich und anstatt gegen frühem Nachmittag schon, wie geplant, weit in Italien zu sein, landeten wir erst relativ spät in der Nähe des Lago Maggiore, wo dann wiederum auf Grund des Wetters alle Hotels geschlossen hatten. Erst zwei Stunden später und mittlerweile fast dunkel, fanden wir ein Zimmer in Gonazzo am Lago di Orta. Der kommende Morgen gab eine nicht sehr anschauliche Kleinstadt frei. Schlimmer noch, nicht nur eine unromantische Stadt war vom Zimmer aus zu sehen, viel schlimmer noch, selbst hier lag Schnee. Nicht süß gezuckert, wie es Schnee manchmal zu zeigen vermag, nein, einfach nur kalt und weiß. So kalt, dass wir uns schnellstens ins Auto begaben um weiter Richtung Süden zu fahren. Erst rund zwei Stunden später und in einer unheimlich flachen, von Landwirtschaft geprägten Gegend, ließ der Schneefall nach. Doch auch ohne schlechtes Wetter erinnerte mich diese Form der gigantisch anmutenden Bodennutzung zu sehr an die monotone Landbebauung der ehemaligen DDR. Riesige Felder und in fast regelmäßigen Abständen große graubraune Bauernhöfe - diese jedoch, auch ähnlich der Entwicklung des Arbeiter- und Bauernstaates, in sehr desolatem, oft unbewohnt scheinendem Zustand.
| Irgendwann, es war schon wieder weit nach Mittag an diesem 29. November, landeten wir in der Nähe von Genua. Wir hatten rund 30 km vorher die Autobahn verlassen und suchten uns ein Plätzchen für die kommenden Tage. Doch, wie sollte es anders sein. Auch hier fast alle Hotels geschlossen. Waren wir doch in einer Region, die nicht direkt vom Mittelmeer-Küsten & Strand – Tourismus partizipieren konnte. |
Wir fuhren. Wir fuhren bald nur noch auf der Suche nach einem Hotelschild. Wir fuhren bis zum Anbruch der Dämmerung um dann doch irgendwann in Sestri Levante fündig zu werden, nicht ohne vorher noch am ligurischen Strand wenigstens einmal das Meer zu begrüssen - direkt neben der Reederei für Kriegsschiffe, die dieser kleinen Industriestadt Arbeit gibt. Allerdings wirkt dieses Sestri Levante nicht wie von Industrie verschmutzt, wie man erwarten könnte. Im Gegenteil, der Strand, trotz leichtem Novemberregen, eher einladend. Nicht gezeichnet vom Kitsch herkömmlicher Touristenstrände, sondern eindeutig ein Strand für Einheimische.
Selbst die Boulebahn (Petanque) für die Senioren des Stadtteiles wirkte äusserst gepflegt und hätte ich meine Kugeln dabei gehabt, ich hätte sicherlich eine Runde gespielt. Nun, wie schon gesagt, bald fanden wir unser Hotel für die Nacht. Mit der Locanda del Borgo erwies sich unsere Suche jedoch als wirklich absolut lohnenswert. Fast wären wir vorbeigefahren. Doch Christa sah in letzter Sekunde das von Palmwedeln verdeckte Schild. Fast wären wir gar nicht hineingegangen um zu fragen, denn die Beleuchtung der Beschilderung war aus.... wie wir später erfahren, weil einfach niemand damit gerechnet hatte, daß doch noch Touristen für die Nacht kommen würden. So hatten wir endlich unser Zimmer für diese Nacht – und dann eben nicht nur für Eine!
Um es kurz zu machen, wir wurden durch einen unheimlich netten Jungen Mann überrascht, der uns ein ganz neues Zimmer vermietete und am Abend ein wirklich köstliches Mahl bereitete - welches sich nicht nur durch frischeste Produkte dieser Region auszeichnete, sondern auch meiner leider (früher zu gut gelebt ?) Diabetes gerecht wurde. Dafür legte sich der Patrone richtig ins Zeug. Selbst der Rotwein aus dem nahegelegenen Piemont war nicht nur hervorragend sondern auch trocken genug.

Beim ausgiebigen Abendessen erfuhren wir dann vom Chef des Hauses, dass das Wetter des folgenden Tages weitaus besser werden solle und wo die schönsten und sehenswertesten Ausflugsziele zu finden sind. Namen wie Cinque Terre und Portofino veranlassten uns, das Zimmer gleich um wenigstens ein bis zwei Tage zu verlängern, wollten wir doch endlich die Motorräder aus dem Bus rollen.
Was uns dann am folgenden Morgen erwartete, hatten wir nicht im Traum zu hoffen gewagt. Schon um halb Acht morgens weckten uns Sonnenstrahlen. Ein Blick aus dem Fenster genügte, und mit Hochdruck machten wir uns fertig zur ersten Ausfahrt in diesem Dezember in diesem Ligurien. Unser geplantes Tagesziel, die Cinque Terre, die Fünf Länder , the five lands ! Diese fünf Ortschaften, deren gesamte Einwohnerzahl gerade mal 2000 Menschen beträgt, sind wohl einer der bekanntesten Anziehungspunkte in Ligurien. Bis heute sind diese fünf Orte nicht offiziell mit dem Auto erreichbar, zumindest nicht ohne heftigen Ärger. Seit ihrer Entstehung waren sie nur vom Meer aus erreichbar oder, sehr mühselig, per Pedes. Ehemals als Fischerdörfer gegründet, leben die Menschen dieses bewohnten Museums heute hauptsächlich vom Tourismus. Unser Wirt im Hotel Locanda del Borgo erzählte uns, dass wohl afrikanische Piraten im Mittelalter die „Chinque Terre“ mehrfach überfallen und geplündert hatten.
Bei der Tour dorthin kommt man glücklicherweise auch über den Passo Bracco, gut 600 m über dem Meeresspiegel, von wo aus man hervorragend auf die schneebedeckten Spitzen der wenig entfernt liegenden Gebirge mit bis zu 1700 m über NN schauen kann. Ein Hochgenuß dieser Blick, von hier aus, nur ein paar Kilometer entfernt bei strahlendem Sonnenlicht und gut 15° - reinstes Urlaubsfeeling schon zu Beginn unserer Tagestour.
Erstaunlich ist die Ruhe auf den Strassen. Kaum Verkehr und keinerlei Chaos, was wir von vielen vorhergehenden Italienreisen gewohnt waren. Keine panische Huperei vor den Kurven sondern nur dann ein „hier komme ich“, wenn die Kehre wirklich zu eng oder nicht einzusehen war und keinerlei Querelen, wenn wir Touristen mal wieder mitten auf der Strasse wenden mussten. Noch erstaunlicher die Fahrzeuge, die den Verkehr ausmachen ! | |
Immer wieder kommen uns Fiat chinque cento (500) entgegen - in hervorragendem Zustand. Bis heute haben wir nicht klären können, ob die kleinen Flitzer neu gebaut werden oder in grosser Menge so hervorragend restauriert wurden. In weit schlechterem Zustand die Renault 4, von denen auch eine beträchliche Zahl unterwegs sind. Wenn wir jedoch von Fahrzeugen reden, dann kann und darf der „Herr der italienischen Strassen“ keinesfalls vergessen werden. Er ist wirklich immer und überall zugegen und nicht zu überhören – der Piaggio Ape – Kleinstlaster mit riesigem Nutzwert und in seiner Urform mit nur drei Rädern. In jeder Farbe und in jedem Zustand sind diese zweitaktgetriebenen Nutzfahrzeuge unterwegs.
Den Wert dieser kleinen und schmalspurigen Fahrzeuge können wir gut nachvollziehen, als wir durch die engen Gassen dortiger Kleinstädte fahren. Ausser tausenden von Rollern und diesen Kleinst-LKWs hat kaum ein Fahrzeug eine Chance.
Von Levanto aus, der letzte normal befahrbare Ort vor den Chinque Terre, geht es dann entlang des Höhenzuges in Richtung Monterosso, dem Ersten der 5 Länder. Jeweils von der Hauptstrasse aus geht eine kleine, eben nur eingeschränkt befahrbare oder per Pedes begehbare, Verbindung hinunter in die Ortschaften. Man sollte sich den Fussweg gönnen, denn man wandelt auf Spuren der Geschichte. Das Ziel des Marsches, eines oder mehrere der fünf Länder lohnt sich allemal, vor Allem in einer Jahreszeit, wo kaum Touristenscharen den Blick auf die Fischerhäfen verdecken.
Man muss sich schon mit geschlossenen Augen an die Ufermauer setzen um zu spüren, was hier wohl über Jahrhunderte an Armut und Fleiß herrschte. Heute jedenfalls ist davon kaum noch etwas zu spüren. Im Gegenteil, man spürt nur umso deutlicher die Geißeln des Massentourismus, weswegen wir uns auch bald wieder aus dieser Epoche zurückziehen um die umliegenden Berge und Kurven unter unsere Räder zu nehmen.
Dabei fällt uns etwas weitaus unangenehmeres immer wieder ins Auge: Schwarze Bäume ! Bäume mit deutlichen Spuren von Feuer, den gigantischen Bränden im Sommer. Immer gegenwärtig ist diese Gefahr, die im Juli und August diese Regionen regelmässig in Angst und Schrecken versetzen.
Genauso wie die schwarzen Bäume fällt uns jedoch auf, dass ständig irgendwelche kleinen Feuer lodern. Überall steigen Rauchfahnen gen Himmel. Bauern und Kleingärtner verbrennen ihre Gartenabfälle direkt da, wo sie entstehen – mitten im Garten, mitten im Wald. Als wir unseren Wirt am Abend danach fragen, bestätigt er uns die Stupidität der Bauern und Landwirte, die ihr überflüssiges Gras nach dem Mähen einfach anzünden. Mangels Kühen oder Schafen, die es fressen würden, wird es einfach an Ort und stelle angezündet und auch das ärgste Feuer lässt diese Menschen nicht schlau werden.....
...doch es ist Dezember und die Sonne scheint und es hat gestern geregnet und somit keine Waldbrandgefahr. Befreit rollen wir zurück Richtung Sestri Levante, wo sicher wieder ein leckeres Mahl auf uns wartet.
| Der nächste Morgen ist regenverhangen und dicke Wolken verheißen nichts Gutes. Deshalb beschliessen wir, einfach die Motorräder stehen zu lassen und einen Trip zum sagenumwobenen Porto Fino zu machen. Laut Garmin nur knapp 25 Kilometer und wir denken, leicht in ein paar Stunden zurück sein zu können, um auf die Motorräder umzusteigen, wenn sich das Wetter bessert. Aber falsch gedacht, zum Einen blieb das Wetter, wie es war, zum Anderen sind 25 km entlang der Ligurischen Küste nicht in einer halben Stunde zu machen, schon gar nicht mit unserem Transporter durch die engen Gassen italienischer Hafenstädtchen. |
In Porto Fino scheuchte uns, jedoch auf erträglich sanfte Art, ein Polizist wieder weg, da ein Hineinkommen nur mit PKWs bis zu einer Höhe von 2 m zugelassen sei. Einen Parkplatz würden wir ca. 1 km vor Porto Fino finden... dass jedoch der Fußweg zurück in dieses malerische Hafenstädtchen nahezu doppelt so lang und zudem auch noch in ständigem Auf und Ab oberhalb der Strasse verläuft, dass verschwieg er uns. Im Nachhinein konnte ich dann auch das Grinsen auf seinem Gesicht verstehen, als er uns mit dem Auto zurückschickte. Allerdings, dass muß dann fairerweise gesagt haben, dieser Fußweg ist jeden Meter wert. Sagenhafte Ausblicke auf das ehemals wohl sehr arme Fischerdorf, welches heute vor Villen und Geld nur so strotzt, versüßen einem den Marsch. Mit gigantischem Aufwand wurde dieser fast 2 km lange Weg aus Natur- und Backstein angelegt. Daneben fast der gesamte Steilhang mit Stein und Beton befestigt.
Leider wurde unsere Urlaubsfreude etwas gedämpft, als wir unser vier Espressi bezahlen durften. Am Vortag in den Bergen noch mit Preisen von 0,80 bis zu einem Euro für solch kleines Tässchen schwarzen Wachmachers verwöhnt, so musste ich hier in Porto Fino doch ganze 4,-- Euro pro Stück berappen. Bei zwei Personen á zwei Espressi sind das stolze 16,-- Euro – fast wie am Markusplatz in Venedig fällt mir da so ein.
Die Nacht zum nächsten Tag hätte schlimmer nicht sein können ! Es stürmte und gewitterte und an Schlaf war nicht zu denken. Erst gegen vier Uhr morgens kehrte etwas Ruhe ein. Morgens dann ein verhangener Himmel und nur wiederwillig zogen wir nach dem Frühstück die Motorradsachen an. Zu unserer Überraschung rissen die Wolken auf und die geplante kurze Tour entwickelte sich zu einem gigantischen Urlaubstag. | |
Auf allerkleinsten Strassen fuhren wir rund um den Passo Brocco. Dank des Gewitters der Nacht ergossen sich unzählige kleine und grössere Sturzbäche ins Tal. Immer neben, über oder unter uns tosten die rasenden Gewässer. Manchmal mussten wir uns regelrecht zwingen, endlich weiterzufahren – zu schön waren die Naturschauspiele, zu gerne hätten wir einfach weiter zugeschaut. Einmal begannen wir uns zu sorgen, dass wir uns verfahren hätten, als nach mehr als zwei Stunden kein einziges Auto an uns vorbeifuhr. Die Strassen noch voller Blätter und Ästen vom Nachtsturm, befürchteten wir, auf einer nicht freigegebenen Strasse zu fahren, als so lange kein Verkehr war. Letztendlich war uns das jedoch sehr recht. Konnten wir doch die Landschaft für uns behalte und jederzeit anhalten um zu fotografieren, ohne eiligen Italienern im Wege zu sein. Obwohl wir im Laufe des Tages immer wieder auf gesperrte Ortsverbindungen stiessen, meist waren diese nicht angekündigt und wir mussten jeweils ein paar Kilometer zurück, so müssen wir zugeben, kein einziger doppelt gefahrener Kilometer hat uns gereut, oder war ein Meter zu viel.
Selbst wenn wir uns kurzzeitig an ein Landschaftsbild gewöhnt hatten und vielleicht doch mal einen Gang schneller hätten fahren können, hinter der nächsten Kurve eröffnete sich eine neue Pracht. Ob herbstbunt gefärbter Wald, oder saftig grüne Wiesen bis hin zum riesigen Steinbruch für Granit- und Marmorbergbau, Erholung für die Augen gab es eigentlich nie.
Fazit: Nach anfänglichem Zögern, ob der Dezember wohl der richtige Monat für eine Urlaubstour mit dem Motorrad sei, sind mir im Nachhinein alle Zweifel genommen. Im Gegenteil, im Sommer während der Hauptsaison möchte ich nicht inmitten tausender Touristen aus aller Herren Länder hier sein. So leere, wirklich manchmal einsame Strassen gibt es sicher nur ausserhalb jeder Saison. Das wechselhafte Wetter zwang uns, auch mal einige Stunden per Pedes unterwegs zu sein und keinen einzigen Meter dieser Spaziergänge möchte ich missen. Am meisten Freude machte mir jedoch die Entscheidung, meinen „Altherren Reisedampfer in Form einer BMW RT“ Zuhause stehen zu lassen und statt dessen mit meiner treuen, leicht angejahrten 100 GS unterwegs gewesen zu sein. Generell sind die Strassen auch im Winter überraschend gut gepflegt. Mit einem wirklich grossen Reisemotorrad oder gar einem Supersportler wird man aber wahrscheinlich nicht den absoluten Spass haben, zumal nach einem Regen oder Gewitter schon etwas Laub und Schmutz auf dem zudem oft sehr schmalen Teerband liegen kann.
| Wer also einen Urlaub am Meer nicht automatisch mit einem Urlaub am Strand verbindet und gerne sein Motorrad nutzt um die wirklich einzigartige Landschaft und einmalig schöne Küstenorte anzuschauen, der ist in der späten Saison absolut richtig hier. Ich kann zum Schluss nur sagen: Arrividerci, bis zum nächsten Mal ! |
Hotels:
In dieser Jahreszeit sind die meisten Hotels und Restaurants geschlossen. Rechtzeitig buchen oder genug Zeit um zu suchen ist sehr empfehlenswert. Eine wirklich lohnenswerte Adresse ist das Locanda des Borgo, Via Aurelia 249, I – Sestri Levante (GE), www.locandaborgo.it
Hier sollte man sich aber auch auf ein äusserst spartanisches Frühstück gefasst machen. Ein bischen trockener Hefekuchen, als Weißbrot deklariert, abgepackte Butter und ebenfalls abgepackte Konfitüre, mehr kann man nicht erwarten. Besonders nett sind die beiden Zimmer im Anbau. Dusche und Zimmer sind sauber und angenehm. Der Parkplatz ist von der Strasse nicht einsehbar, so stehen die Motorräder recht sicher. Direkt am Haus beginnen die Weinberge und ein ruhiger Schlaf ist gewährleistet.
Anreise aus Deutschland:
Da wir mit dem Transporter unterwegs waren, sind wir via Autobahn Richtung Süden. Einfachste Variante über Nürnberg, München oder über Stuttgart, Ulm immer Richtung Genua.
Besonders sehenswert:
Via Aurelia. Sie verbindet praktisch Genua bis La Spezia und führt weite Teile direkt oberhalb des Meeres dabei jedoch immer wieder durch wunderschöne Berge. Sowohl Porto Fino als auch Chinque Terre sind über diese Strasse erreichbar.
Jede Kleinstadt und fast jedes Dorf hat eine schmucke, eigentlich überschmückte Kirche, die es lohnt anzuschauen. Allerdings ist mittelalterlicher Größenwahn nicht zu übersehen.
Unendliche Mahnmahle und Baudenkmäler in den Bergen zeugen vom ersten Weltkrieg. Wer sich für Geschichte interessiert, wird hier in den Bergen immer wieder auf Zeitzeugen in Form von Befestigungsanlagen stossen.
Im Test bei dieser Reise:
Jacke: Halvarssons
Hose: Jofama
Stiefel: Daytona
Helme: Baehr Silencer und Schuberth C2 incl. Baehr Sprechanlage Verso XL
Navigation: Garmin 276 c